Darmgesundheit verbessern. Es gibt kaum ein Organ, welches mit so fasziniert, wie unser Darm. Natürlich ist jedes Organ für sich absolut einzigartig und genial. Doch in den letzten Jahren habe ich zum Darm eine ganz besonders liebevolle Beziehung aufgebaut. Und es hat sich herausgestellt, dass sich es so sehr gelohnt hat, Zeit in diese Beziehung zu stecken. Denn meine Lebensqualität hat davon enorm profitiert. Und damit auch sehr viele andere Lebensbereiche – man könnte demnach schlussfolgern, dass ein gesunder Darm die Kraft hat, unser Leben maßgeblich ins Positive zu verändern.
Und diese Erkenntnis fasziniert mich bis heute, jeden Tag aufs Neue.
Warum?
Weil uns das Bewusstsein darüber, mit unserem Darm positive Veränderungen in unserem Leben anzustoßen, ganz neue Möglichkeiten eröffnet, unser Leben zu leben. Und am Ende des Tages ist es ja genau das, was ein erfülltes Leben ausmacht – körperlich und mental gesund und voller Energie zu sein.
Fit genug zu sein, uns selbstständig und proaktiv um unsere Träume zu kümmern und unsere größten Visionen wahrwerden zu lassen.
Das klingt auf den ersten Blick immer etwas dramatisch, für den ein oder anderen vielleicht übertrieben.
Doch wenn wir uns die Auswirkungen eines gesunden bzw. ungesunden Darms einmal genauer anschauen, erkennen wir, wie einflussreich dieses Organ tatsächlich sein kann. Und genau das schauen wir uns heute einmal an.
Die Darmgesundheit verbessern und damit auch unsere Lebensqualität – es ist möglich, wenn wir endlich Freundschaft mit unserem Darm schließen.
Auswirkungen eines ungesunden Darms
Der Einfluss des Darms ist vielen gar nicht bewusst. Meist verbindet man mit dem Darm nicht mehr als den Verdauungsvorgang. Verhält sich dieser einigermaßen normal, wird man dem Thema Darmgesundheit wahrscheinlich weniger Aufmerksamkeit schenken. Hinzu kommt, dass das Thema bei vielen Menschen noch mit einer gewissen Scham verbunden ist – man spricht nicht bzw. nur sehr ungern über die eigene Verdauung.
Doch das ist m.E. fatal. Denn so kommt es, dass Verdauungsbeschwerden oftmals zunächst einige Zeit ignoriert werden, weil zum Beispiel der Gang zum Arzt als sehr unangenehm empfunden wird. Häufen sich die Verdauungsbeschwerden aber, führt kein Weg mehr dran vorbei, sich um diese zu kümmern.
Allerdings gibt es auch zahlreiche Menschen, die ihre Darmbeschwerden in Kauf nehmen und sich damit abfinden.
Ob das wirklich nötig ist? Das erfährst du etwas weiter unten im Blog!
Lass‘ uns erst einmal noch einen Blick auf weitere Auswirkungen unserer Darmgesundheit werfen. Denn diese sind durchaus größer, als man zunächst denken mag. Denn nicht nur Verdauungsbeschwerden sind Anzeichen eines aus der Balance geratenen Mikrobioms.
Wenn einem die Zusammenhänge des Darms mit anderen Symptomen und Krankheitsbildern erst einmal bewusst werden, kann sich auch das Verhältnis zum Darm ändern.
Folgende Verbindungen können zwischen Darm und Symptom bestehen:
- Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne oder Psoriasis können in Zusammenhang mit einem geschwächten Darm stehen.
- Darm-Hirn-Achse: Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwäche, ADHS, depressive Verstimmungen können mit einem aus der Balance geratenen Mikrobiom zu tun haben.

- Hormonhaushalt – selbst Periodenschmerzen, PMS oder die Ausschüttung von Serotonin kann von der Darmgesundheit beeinflusst werden.
- Immunsystem – 70% unseres Immunsystems sitzt im Darm. Kein Wunder, dass ein geschwächter Darm auch ein geschwächtes Immunsystem zur Folge haben kann. So sollte bei erhöhter Infektanfälligkeit auch einfach mal die Darmgesundheit gecheckt werden!
- Übergewicht – schädliche Darmbakterien und Pilze lösen beipielsweise Heißhungerattacken aus. Aber auch hier können Hormone einem einen ordentlichen Streich spielen – denn durch ein geschwächtes Mikrobiom kann es u.a. passieren, dass das Sättigungshormon nicht ordnungsgemäß an das Gehirn weitergeleitet wird, wodurch man keine Sättigung mehr spürt und einfach immer weiter isst. Übergewicht / Adipositas können eine Folge sein. Es ensteht außerdem ein Teufelskreis, aus dem es schwierig ist, wieder auszubrechen, wenn man solche Zusammenhänge nicht beachtet.
Wie du siehst, kann ein geschwächter Darm zahlreiche Folgen mit sich tragen, die man auf den ersten Blick gar nicht miteinander verbinden würde.
Die gute Nachricht? Unser Darm ist ein sehr dankbares Organ und ist bereit, Vollgas zu geben, wenn du es auch bist!
Das bedeutet, dass wir es bis zu einem gewissen Grad selbst in der Hand haben, unseren Darm bestmöglich zu unterstützen und gesund zu erhalten bzw. gesund zu pflegen.
Auch bei z.B. chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn können wir durch die 4 Säulen der Darmgesundheit einen Beitrag dazu leisten, mit diesen chronischen Krankheiten fortan besser leben zu können. Das bedeutet keinesfalls, dass sie komplett heilbar wären, aber es bedeutet sehr wohl, dass man lernen kann, mit diesen Krankheiten gut zu leben, sodass die Lebensqualität nicht zwingend darunter leiden muss.
Und diese Nachricht ist doch mehr als erfreulich, oder? 🙂
Denn am Ende des Tages kann das Wissen um diese Zusammenhänge unsere Lebensqualität und die Art, wie wir unser Leben leben, massiv beeinflussen – und zwar im Positiven Sinne.
Wenn wir also selbst daran arbeiten können, dass wir uns in unserer Haut wieder wohl fühlen, unser Selbstwertgefühl dadurch gestärkt wird und unsere sozialen Kontakte nicht darunter leiden müssen, dass wir uns aufgrund von Hautkrankheiten, Verdauungsbeschwerden, Übergewicht oder ständigen Infekten vom Leben zurückziehen, dann ist das Thema Darmgesundheit doch wohl sehr viel spannender, als anfangs vielleicht gedacht, oder?
Die 4 Säulen der Darmgesundheit
Wenn wir uns langfristig um unseren Darm kümmern möchten, sollten wir das Thema ganzheitlich angehen. Das bedeutet, dass wir uns nicht nur die Ernährung ansehen, sondern in gleichem Maße das Thema Stressmanagement, Bewegung und Schlaf.
Denn alle 4 Säulen sind in gleichen Teilen essenziell für einen gesunden Darm.
Wichtig zu verstehen ist in diesem Zusammenhang, dass unser moderner Lebensstil einer der Hauptursachen dafür ist, warum unser Darm überhaupt aus der Balance gerät. Ja, Genetik, Umwelt & Co. spielen hier auch mit, allerdings haben wir sehr viel selbst in der Hand.
Wenn du verstehen möchtest, was einen (un)gesunden Darm genau ausmacht, schau‘ dir auf jeden Fall einmal diesen Blogpost hier im Link an.
Lass‘ uns nun einen Blick auf die 4 Säulen werfen, die uns dabei unterstützen können, unsere Darmgesundheit zu verbessern.
Säule 1 – Ernährung
Der Darm ist eines der ersten Organe, das mit der Außenwelt in Kontakt kommt. Dies, als die Lebensmittel, die wir täglich zu uns nehmen, ihren Weg direkt vom Mund über die Speiseröhre und den Magen in unseren Darm finden. Mitunter aus diesem Grund sitzen auch so viele Immunzellen im Darm – weil hier potenzielle Krankheitserreger, Bakterien, Viren etc. von außen direkt eine Angriffsfläche haben, die es mit allen Mitteln einzudämmen gilt – Aufgabe des Immunsystems.
Unser Darm arbeitet mit dem, was er von uns bekommt. Und unser Mikrobiom (auch bekannt als Darmflora) setzt sich zusammen aus Millionen von Mikroorganismen. Wie diese Zusammensetzung letztendlich aussieht, bestimmen die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, mit.
Das bedeutet, dass die Artenvielfalt an Darmbakterien stark davon abhängt, ob die nützlichen Darmbakterien Futter bekommen oder aber die schädlichen Darmbakterien.
Nützliche Darmbakterien, die essenziell sind für einen funktionierenden Darm, lieben alles, was frisch, gesund und „lebendig“ ist. Dadurch können sie sich vermehren, stärker werden und sich gegen ungewollte Gäste (schädliche Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten,…) zur Wehr setzen. Auch das Immunsystem profitiert davon. Hormone profitieren davon. Unser Energiehaushalt profitiert davon – kurz, alles, was wir oben bereits an Einflussbereichen definiert haben.
Schädliche Darmbakterien, die mitunter verantwortlich sind für Verdauungsbeschwerden wie z.B. Durchfall, Verstopfung oder Blähungen, lieben alles, was Zucker enthält und einfach ungesund ist. Davon können sie sich schlagartig vermehren und geben Pilzen & Co. Raum, sich im Darm, aber auch angrenzenden Bereichen (z.B. Intimbereich) auszubreiten. Dies ist der Beginn einer Dysbiose, eines Ungleichgewichts des Mikrobioms, was wiederum Ursprung für eine Vielzahl an Folgekrankheiten sein kann.
In diesem Sinne ist es so super wichtig, wie wir uns ernähren – denn es bestimmt, ob unser Mikrobiom stark genug ist und uns bei der Gesunderhaltung unterstützen kann oder nicht.
Säule 2 – Stressmanagement
Stress ist der Erzfeind des Darms. Dauerstress kann das Mikrobiom stark schädigen und dazu beitragen, dass sich die schädlichen Darmbakterien vermehren. Es ist daher super wichtig, das Thema Stressmanagement ernsthaft und v.a. langfristig anzugehen.
Hier schaut man sich am besten einmal an, welche Formen der Entspannung am besten zu einem passen. Ist es das Meditieren, eine Runde Yoga, Spazierengehen oder einfach mal gemütlich auf der Couch zu sitzen und zu lesen? Jeder Mensch ist individuell und sollte für sich herausfinden, was einen abschalten lässt. Diese Tätigkeit sollte dann regelmäßig in den Alltag mit eingebaut werden, damit auch diese Säule aktiv bearbeitet wird.
Säule 3 – Bewegung
Wir Menschen sind nicht dafür gemacht, den ganzen Tag zu sitzen und abends noch auf der Couch zu lümmeln. Unser Körper braucht regelmäßige Bewegung.
Denn Bewegung hält nicht nur fit, sondern unterstützt auch unsere Verdauung. Sie regt die Darmmuskulatur an, sodass z.B. auch der Nahrungstransport verbessert wird und dementsprechen Verstopfung vorbeugen kann.
Bewegungsformen, die unser Darm besonders gern hat, sind zum Beispiel Spaziergänge, Yoga oder Pilates, da sie den Bauchraum sanft massieren und außerdem gleichzeitig das Thema Stress angehen.
Schon 30 Minuten Bewegung am Tag machen einen riesen Unterschied!
Also schnapp dir deine Laufschuhe oder roll die Yogamatte aus – dein Darm wird es dir danken!
Säule 4 – Schlaf
Ein erholsamer Schlaf ist essenziell für unseren Darm. Denn während wir schlafen, arbeitet unser Körper auf Hochtouren, u.a. um Zellen zu regenerieren, Entzündungen zu reduzieren und unser Verdauungssystem in Balance zu halten.
Zu wenig oder auch unruhiger Schlaf kann dagegen das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen, was wiederum in Verdauungsbeschwerden enden kann.
Unser Darm ist außerdem ein großer Fan von Routinen – nicht hingegen von Veränderung. Das bedeutet, dass du deinem Darm einen großen Gefallen tun kannst, wenn du dir einen stabilen Schlaf-Wach-Rhythmus aneignest – gehe also wenn möglich immer zur gleichen (oder wenigsten ähnlichen) Zeit ins Bett und versuche auch, zur selben Zeit jeden Tag aufzustehen. Achte darauf, dass du auf mindestens 7 Stunden Schlaf kommst – regelmäßig.
Damit unterstützt du zahlreiche wichtige Prozesse in deinem Körper, die allesamt daran zum Ziel haben, die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen und damit die Gesundheit des Körpers zum Ziel haben.

Die 4 Säulen der Darmgesundheit geben dir eine ganzheitliche Anleitung, deinen Darm einmal rundum zu unterstützen.
Du musst jetzt nicht sofort alle 4 Säulen in deinen Alltag integrieren – das wäre überfordernd und kontraproduktiv.
Ich empfehle dir, dir zunächst EINE Säule auszusuchen, welche dir am leichtesten fällt umzusetzen. Überlege dir hierfür 2-3 neue Routinen, die du in den nächsten 4 Wochen ausprobieren und etablieren möchtest.
Sobald du dich daran gewöhnt hast, kannst du dir eine nächste Säule aussuchen und nach demselben Prozedere vorgehen.
Aber keine Angst – du musst jetzt nicht zum Super-Human werden. Es ist m.E. ausreichend, wenn du dein Bewusstsein für deinen Darm erhöhst und selbstständig in der Lage bist, entsprechend zu handeln. Wie viele Routinen du letztenendes in deinen Alltag integrieren möchtest, liegt voll und ganz bei dir. Du kennst deinen Körper am besten. Höre auf deine Intuition und tu, was sich für dich richtig anfühlt.
Wenn es dir schwer fällt, neue Routinen zu finden oder überhaupt erst einmal zu wissen, wo du anfangen sollst, dann ist das mehr als verständlich. Gerne unterstütze ich dich auf deinem Weg in einen darmfreundlicheren Alltag.
Lass‘ uns gemeinsam herausfinden, wie es derzeit um deine Darmgesundheit steht und welche Maßnahmen für dich persönlich zum Start am Sinnvollsten sind.
Ich begleite dich Schritt für Schritt und bin jederzeit für dich da. Buche dir dein kostenfreies Erstgespräch – ich freue mich auf dich!
Bis zum nächsten mal,

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